Daniel Hahn (CEO Bahnwärter Thiel München) beim Bassgeflüster
Shownotes
In dieser Folge von Bassgeflüster sprechen wir mit Daniel Hahn, Gründer und Geschäftsführer des Bahnwärter Thiel in München. Vom Theater über den Wannda e.V. bis hin zu einem der außergewöhnlichsten Kulturorte Deutschlands. Daniel erzählt von den Anfängen, Herausforderungen und Visionen hinter dem Projekt. Wir sprechen über Freiräume für Kunst und Kultur, Clubkultur im Wandel, die Entwicklung des Bahnwärter Thiel in den vergangenen zehn Jahren und die Frage, wie die Zukunft des Geländes aussehen könnte. Eine spannende Reise durch Münchens kreative Freiräume, zwischen Kultur, Gemeinschaft und urbaner Utopie in der SUNSHINE LIVE App und überall da, wo es Podcasts gibt.
Transkript anzeigen
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00:00:07: Hier ist Daniel vom Bahnwärter Thiel und ich wünsche euch ganz viel Spaß mit Busgeflister.
00:00:13: Auf Sunshine Live!
00:00:16: Wir sind zurück beim Busge Flüster auf Sunshine Life, mit einer neuen Podcast-Folge Und wir haben heute mal einen schönen Kontrast zu den letzten Wochen tatsächlich nicht.
00:00:25: Wir sind im Bahnwärtertil zusammen mit Daniel Hahn.
00:00:28: Viele Leute mögen wahrscheinlich den Bahnwetter-Teal kennen, Leute die ihn nicht kennen.
00:00:32: Es ist ziemlich schwierig das zu beschreiben weil hier alles anders ist.
00:00:35: Sagen wir es mal so... Wir haben ja Container, wir haben ja Baukräne und Gondeln habe ich nur gelesen tatsächlich.
00:00:42: Ich habe selber jetzt gerade noch nicht gesehen.
00:00:44: Kutschen, Gemeinschaftsbete, Atelier-, Proberäume, Open Workspaces, Werkstätten.
00:00:50: Ganz ganz viel Programm von Konzerten, Clubnächten, Flohmerken, Kinorabenden und auch ganz ganz viel mehr Und ich freue mich erstmal wirklich hier zu sein.
00:00:59: Ich grüße dich Daniel!
00:01:00: Hallo, Daniel du warst schon früh hatte ich gelesen jetzt ja in der Kunstkulturszene aktiv hast.
00:01:08: nach der Schule in München bist du erst mal zum Theater gegangen was jetzt ja sage ich mir nicht der allgemeine Weg ist wenn man mit der Schule wahrscheinlich fertig ist.
00:01:16: Was hat sich an dieser Welt fasziniert?
00:01:18: und vielleicht auch für dich den Winkel geben jetzt nicht direkt in irgendwie ein Studium oder, ich sag mal was, neun-neunzig Prozent der anderen Menschen machen
00:01:26: zu tun?
00:01:27: Das mit dem Theater muss man sagen, auf der einen Seite war es tatsächlich einfach natürlich schon sehr spannend.
00:01:33: Es war ein sehr spannender Nebenjob, muss man ganz ehrlich sagen.
00:01:36: Ich habe genau im Theater viele Sachen, die mich interessieren wiedergefunden.
00:01:40: Ein gastronomischer Aspekt.
00:01:42: Ich hatte während meiner Schulzeit gekellnert und an der Bar gearbeitet.
00:01:47: D.h.,
00:01:48: da kannte ich mich so ein bisschen aus.
00:01:50: Klar, ich war irgendwie auch Lichtinteressiert und Bühnenbau.
00:01:54: Ich war handwerklich ziemlich begabt.
00:01:56: Interessiert.
00:01:57: Es gab sogar mal eine Zeit, da wollte ich Schauspieler werden also auch tatsächlich auch Theater mit dem Theaterschwerpunkt.
00:02:02: das heißt also da gab es einfach viele unterschiedliche Komponenten die mich interessierte haben.
00:02:06: es war auch so dass das Theater ist eine ehemalige Munitionsfabrik gewesen.
00:02:10: die hat sich über Veranstaltungen finanziert also über interdisziplinäre Veranstaltung schwerpunktmäßig Technopathies weil tatsächlich eben die Förderung nicht ausgereicht haben um den Spielbetrieb aufrecht zu erhalten.
00:02:24: Und da bin ich quasi ganz ungeplant hingekommen und habe dann eben als Nebenjob da erst mal angefangen.
00:02:32: Er hatte sehr viel Zeit, weil ich nicht genau wusste wohin meine berufliche Reise gehen soll.
00:02:37: Ich hatte irgendwie super viele Ideen so wie wahrscheinlich jeder.
00:02:40: Ganz unterschiedliche Ideen auch.
00:02:42: Ich wollte irgendwie Schneider werden, ich wollte eine handwerkliche Ausbildung machen, Architekt, Sozialarbeiter... Also es gab ganz viele unterschiedliche Komponenten Ja, nicht so richtig getraut.
00:02:53: Dann mich für einen Weg festzulegen und hab dann da tatsächlich einfach angefangen zu arbeiten und gemerkt, dass es mir das sehr, sehr liegt.
00:03:00: Und habe da schnell viel Verantwortung bekommen auch weil ich alles immer gemacht habe.
00:03:04: Also jeder Job der Anstand... Ich war da!
00:03:08: Ich war verfügbar!
00:03:09: Ich bin immer eingesprungen und dann ist da eben leitende Stelle frei geworden.
00:03:14: Sehr kurzfristig und die Person, die dafür eigentlich vorgesehen war ... hat er abgesagt.
00:03:18: und dann bin ich tatsächlich, also schon so mit neunzehn.
00:03:21: Also ich habe mit achtzehender angefangen vielleicht sogar achtzehn-und-Halb.
00:03:25: Da bin ich dann da schon zum Leiter, also in so eine leitende Rolle, also zum Betriebsleiter aufgestiegen... Und das war natürlich für mich so, also mein ganzes Leben, meine ganze Konzentration alles was ich hatte,... ... hab' ich dann im Prinzip für diese Stelle gewidmet.
00:03:39: und ja ist das Pathos zu einem ganz pulsierenden Ort nochmal herangewachsen.
00:03:45: Und schlussendlich war ich dann seit sieben Jahren und konnte natürlich viel unterschiedliche Erfahrungen sammeln.
00:03:50: Kommen wir mal zu einer Erfahrung, die glaube ich fast für die ganze Familie wahrscheinlich ein bisschen prägend war.
00:03:55: Ihr habt dann Wanda-EV gegründet?
00:03:58: Zwei tausend zwölf.
00:04:00: Ja nur gelesen seine Brüder sind scheinbar auch alle sehr kreativ unterwegs also auch sehr spannend.
00:04:05: aber das würde den Rahmen heute sprengen tatsächlich.
00:04:08: Wanda wenn nicht jetzt wann denn?
00:04:10: Und ich hatte gelesen, es ging dann darum Träume, Kunst und Kultur zu schaffen war für euch das Ziel damals.
00:04:16: Ihr habt auch ein Zirkuszelt gekauft?
00:04:20: Was hat München zu der Zeit gefehlt?
00:04:21: oder was war der Grund, dass ihr gesagt habt, ihr gründet jetzt diesen Verein?
00:04:25: Ich nehme an, München hat wahrscheinlich viel gefällt in dem kulturellen Bereich aber das wird ja nicht nur dieses Zirkuszelt gewesen sein, sondern auch der Inhalt logischerweise den mit ihm gegeben haben.
00:04:34: Kannst du dich noch daran erinnern wie das alles irgendwie zustande gekommen ist?
00:04:39: Ja klar, also das war im Prinzip auch.
00:04:42: Also der Wander EV hat auch seinen Ursprung eben im Pathos Transporttheater und zwar war es so dass das Theater natürlich sehr stark belegt war einfach weil es schon viele Eigenproduktionen gab.
00:04:52: dementsprechend wurde teilweise wochenlang dann eben geprobt und die Stücke und Produktionen entwickelt.
00:04:58: dementsprechen konnten eben also viele Formate Einfach nicht untergebracht werden.
00:05:04: Heute ist es kreativ partiert, das war damals eben in seinen Anfängen.
00:05:07: Das Pathos war eine der ersten Orte auf dem Gelände was sich da im Prinzip zunehmend etabliert hat und das war eigentlich mal eine total tolle Zeit weil ich war super begeistert oder wir waren alle super begeistert.
00:05:19: Theaterverein, der das Pathos bespielt hat.
00:05:22: Der war schon, sag ich mal eine generation älter als wir und wir waren dann so die jungen, die nachgekommen sind und wir hatten halt ganz viele moderne Ideen und irgendwie wollten Veranstaltungen miteinander verschmelzen lassen und irgendwie mit Formaten experimentieren.
00:05:36: und genau also ich sage mal der Fantasie war da keine Grenze gesetzt.
00:05:40: uns wurde sehr gut angenommen es war jede Veranstaltung war ein Erfolg und wir konnten unser Glück irgendwie kaum fassen.
00:05:49: war es tatsächlich eben so, dass einfach die rollenräumliche Einschränkung und einfach die starke Belegung hat dazu geführt, dass wir halt sehr viele Sachen nicht so umsetzen konnten wie wir wollten.
00:05:58: Und einfach gar nicht umsetzten konnten weil es die Räume dafür nicht gab.
00:06:02: Wir haben dann im Prinzip aus der Note heraus uns überlegt das wir in den Sommermonaten hier anhand mit einem mobilen Zirkuszelt, Brachflächen bespielen könnten.
00:06:11: So Baubrachen die irgendwie leer stehen, die man irgendwie anmieten kann und im Prinzip die wir dann so temporär eben zu zum Festivalgelände verwandeln können und dann eben geballt, über mehrere Monate im Prinzip so ein Festivalsommer zu veranstalten.
00:06:25: Und daraus ist dann der Wander eV oder sagen wir mal das war dann so der nächste große Schritt für den Wander E-V, der ursprünglich anfänglich nur in Patrus beheimatet war.
00:06:34: War dann natürlich eine ganz große Möglichkeit.
00:06:37: irgendwie als wir dann auch eine Fläche bekommen haben – es war sehr, sehr schwer!
00:06:42: Als es dann geklappt hat und wirklich wieder dieses Zelte aufbauen konnten hat es natürlich auch diesen ganzen Verein und den ganzen, das ganze Umfeld von dem Verein sehr motiviert.
00:06:51: Und wir konnten dann da einen total phänomenalen Sommer muss man sagen halt irgendwie bespielen.
00:06:56: Es war für alle ein total tolle prägende Zeit und hat aber dem ganzen Projekt natürlich noch mal mehr und den Ganzenverein sehr viel an Schub gegeben.
00:07:04: Schub war dann das richtige Stichwort würde ich mal sagen weil wir kommen jetzt mal zum Bahnwerther Thiel.
00:07:10: Drei Jahre später war das dann.
00:07:11: Das heißt, es war wirklich immer was passiert sagen wir's mal so.
00:07:14: Es war ja auch nicht so dass wie gesagt ihr seid da in München umher und habt immer neue Flächen bespielt.
00:07:19: Ich hatte jetzt gelesen, dass schon lange ein Traum war.
00:07:23: Oder so einen Bahnwertheräuschen irgendwie zu haben, dass du das in der Schulzeit bearbeitet hattest, das Thema in der Klasse und auch immer an einem kleinen Bahnwerterhäuschen vorbeigelaufen bist und gedacht hast Mensch oder das vielleicht sogar habe ich irgendwann auch mal?
00:07:37: Wie hat sich das dann von dem Wander-EV und dem Zirkuszelt zum Bahnwerth dahin entwickelt ist wahrscheinlich schwierig zusammenzufassen weil wird wahrscheinlich mehr als ein Gedanke gewesen sein.
00:07:49: Ja, das beschreibst du eigentlich ganz treffend.
00:07:52: Weil tatsächlich auf der einen Seite dieser Traum vom Bahnwärter-Til oder diesen Bahnwärtertil Gedanken den gab es schon super lang, den gab's wirklich schon in meiner Jugend während meiner Schulzeit.
00:08:04: aber wie das halt so ist... Es gibt ganz viele Ideen, ganz viele Träume, denen man irgendwie so hinterher träumt Und an die man aber auch nur so halb glaubt, weil man halt weiß.
00:08:12: Also ich hat zumindest in meinem Umfeld gab es keinen Clubbetreiber und also im Prinzip tatsächlich sage ich mal eher bodenständigere Berufe.
00:08:22: Und dementsprechend habe ich mich das niemals getraut daran zu denken dass sich das wirklich, dass es irgendwann Wirklichkeit werden könnte.
00:08:29: Das heißt eben es gab dieses Bahnwärterhäuschen was eben seit ich mich erinnern kann immer Leerstand und wo ich mir gedacht hab hey man könnte da so Toll was machen, es ist gut öffentlich zu erreichen.
00:08:40: Es gibt keinen Anwohner.
00:08:41: Es ist so schade eben dass dieses Haus da verfällt obwohl wir im Prinzip das eigentlich sehr schön bespielen könnten.
00:08:48: und da habe ich dann tatsächlich weil ich auch wusste dass ich sehr jung bin hab ich dann wirklich mit ja um fünfzehn sechzehn einen Makler Büro beauftragt dass die sozusagen also ich hatte herausgefunden das gehörte deutschen Bahn dass die das im Prinzip versuchen zu anzumieten weil ich natürlich wenn ich da als jugendliche Anrufe wahrscheinlich noch nicht so verhandlungssicher bin und halt keine Referenzen habe, um da zu überzeugen.
00:09:10: Das heißt es hat damals aber das schon nicht geklappt weil sie das eben abreißen wollten.
00:09:15: tatsächlich genau gab's dann damals eben schon diese Behandler-Tilti.
00:09:18: Aber letztendlich Wie es dann dazu kam, war das Partus eben – ich hatte ja schon gesagt, dass er sieben Jahre gearbeitet.
00:09:25: Leider kurzfristig eigentlich im totalen zu einer absoluten Hochphase baurechtliche Probleme bekommen.
00:09:32: Also es war eben mal eine Munitionsfabrik von bis hin in den letzten Jahren als Theater bespielt.
00:09:40: Aber alles sind immer davon ausgegangen, dass es da eben eine Zulassung gibt und eine Baugenehmigung, also selbst die Behörden auch.
00:09:45: Und irgendwann ist immer mal die Frage wohl aufgekommen, wie viele denn da eigentlich jetzt wirklich rein dürfen.
00:09:52: Weil die Partys natürlich auch sehr groß waren und gut besucht und eben sehr unterschiedliche Formate.
00:09:57: Irgendwann haben die Behörden einmal nachgeguckt und haben halt gemerkt, das ist ja immer noch als Munitionsfabrik für neune und dreißig Fabriker weiter genehmigt.
00:10:06: Und dann war einfach im Prinzip also es irgendwie Freitag standen die da wir hatten eigentlich eine sehr tolle Veranstaltung auch an dem Abend gehabt.
00:10:14: Geht leider nicht, geht nicht mehr.
00:10:16: Und es war also ein Riesendrama natürlich für uns, weil das war Anfang des Jahres und das ganze Jahr war durchgeplant.
00:10:23: Es wäre ja ein absolutes Meisterstück geworden diese irgendwie die Bespielung in dem Jahr.
00:10:29: Letztendlich hat sich dann abgezeichnet irgendwann dass das kurzfristig nicht zu lösen ist.
00:10:35: Aus dieser Not heraus haben wir dann verzweifelt als wir hatten auch davor natürlich eben schon ich hatte das mit Wander beschrieben.
00:10:41: Das war ja auch im Prinzip schon das Resultat aus Raumbedarf, den es eben nicht gab und deswegen eben diese Zeltstadt.
00:10:49: Wir haben natürlich ursprünglich immer nach festen Räumlichkeiten gesucht die wir bespielen können.
00:10:54: Letztendlich habe ich dann ganz vehement sämtliche Flächen und sämтliche Einzelhandelflächen und was es alles gibt angefragt mit Konzepten und man muss sich also vorstellen das waren wirklich viele hundert Konzepte, die man ja immer wieder individuell anpassen musste auf seine Umgebung.
00:11:11: Also auch inhaltlich und es war damals nicht so... also heute ist das sehr viel leichter, ich sehe manchmal so mit Chatchibiti jetzt.
00:11:17: Es ist wirklich sehr schnell zu lesen.
00:11:20: aber damals war das auch so.
00:11:22: Ich hatte gar nicht ... also es gab nicht im Internet irgendwie eine Vorlage so schreibst du ein Konzept, sondern allein mal so eine Vorstellung zu erarbeiten.
00:11:29: wie Präsentiere ich das jetzt in der Person, die da überhaupt keinen Bezug zu hat.
00:11:34: Dann eben waren wir auch noch sehr jung.
00:11:35: Ich war dann eben also im Jahr zweitausendfünfzehn und dann war ich fünfundzwanzig.
00:11:39: Es ist natürlich dann sehr, sehr schwer.
00:11:42: Der Immobilienmarkt war total überhitzt in München.
00:11:44: Also es gab Zeiten, da gab's nicht ein einziges Inserat mehr.
00:11:49: Weil alles einfach ... Es war alles belegt.
00:11:50: Jede Werkstatt, jede Garage, alles war weg!
00:11:54: Und dementsprechend war es eben sehr schwer und man konnte da auch gar nicht wählerisch sein.
00:11:58: Man musste natürlich einfach nehmen was man kriegen kann, ich weiß wirklich noch wie wir dann immer... jedes Konzept und dann nochmal drüber gelesen.
00:12:04: Und dann noch mal versucht anzupassen, und dann hat man natürlich auch geschaut okay was ist das für ein Eigentümer?
00:12:09: Wie ist der... Was sind es für Makler wie auch immer?
00:12:11: Wie tritt man da am besten auf dass man die überzeugen kann?
00:12:13: und so und er saß wirklich bis in die Nacht und dann gab's Abgabefristen und da ließt man nochmal rüber und okay und war immer natürlich mit mehreren also Beteiligten um dann da eben halt verschiedene Augen drüber schauen zu lassen.
00:12:25: Also eine sehr sehr sehr anstrengend sehr viel Arbeit die auch immer dann eigentlich leider enttäuscht geendet hat.
00:12:32: und dann gab es eben hier auf dem Viehhof, wo jetzt das Volkstheater ist.
00:12:36: Es gab eine Freifläche da war im Sommer ein Biergarten und im Winter war diese Fläche nicht genutzt und hat die Stadt in Prinzip diese Flächen für den Winter ausgeschrieben.
00:12:45: und die Fläche hatte zwar einfach ne Schotterfläche, es gab kein Strom, kein Abwasser, wir hatten so einen verbürst über verdichteten Boden.
00:12:51: deswegen war der so eine riesige Pfütze auch also wirklich richtig mit einem extrem hohen Wasservolumen Und wir waren tatsächlich einfach die einzigen, die sich da beworben haben.
00:13:02: Also klar es war nur die Wintermonate, das war irgendwie Ende Oktober bis Ende April und dann also waren wir einfach die Einzigen die sich dort beworgen haben, haben es dann eben glücklicherweise den Zuspruch bekommen und haben dann eben temporär auf diese Fläche die Bahnwetter Thielhalle gebaut und dem Bahnwagen dahin geholt.
00:13:24: Auch schon während der Projektfindung oder während es losging, war eben immer schon zu Gedanken.
00:13:31: Wie nennen wir das Projekt?
00:13:32: Oder wie nenne ich das
00:13:33: Projekt?".
00:13:34: Und Bahnwärter Thiel war immer schon, gerade diese Idee gab es ja schon mit diesem Bahnwertherhäuschen.
00:13:38: Und da war immer noch so die Hoffnung weil das gab's eben obwohl es schon zehn Jahre später stand immer noch da und ist dann immer noch leer!
00:13:44: Ich dachte mir immer so ich kann doch jetzt nicht irgendwie... ich kann auch dass jetzt nicht dieses Traum also das war meine Traumwelt, das war so dieses heilige nonplust ultra Projekt Das kann ich doch jetzt nichts hergeben aufgeben und habe mich aber dann auch irgendwie dazu entschieden.
00:13:58: Zum Glück natürlich auch nach vielen Gesprächen, sagen okay ich muss jetzt also den Träumen muss man auch jetzt irgendwie leben und nicht irgendwie immer reservieren für später Und dann haben wir das da eben hingebaut.
00:14:09: Unglaublich aufwendig.
00:14:10: für so einen kurzen Zeitraum mussten Leitungen graben, Abwasser, Frischwasser also unvorstellbar und das wiederum war dann nicht nur natürlich irgendwie eine erstaunliche Leistung sondern auch inhaltlich haben wir es total toll bespielt.
00:14:24: Wir hatten eben dadurch dass wir so ein krassen Druck hatten weil so viele Veranstaltungen ausgefallen waren, haben wir da irgendwie nahezu von Dienstag bis Sonntag Kulturprogramm zeigen können.
00:14:36: Also halt einfach, es hat eine starke Strahlkraft in der Stadt.
00:14:39: Es wurde natürlich auch von der Verwaltung gesehen weil sie gesagt wow also ist echt ne junge Truppe und Wahnsinn was die da leisten!
00:14:46: Sie bauen dann Gebäude hin temporär und machen dann irgendwie noch inhaltlich spannende Sachen Und das Allertollste war, wäre so sogar noch termingerecht wieder runtergegangen.
00:14:57: Das war natürlich sehr dramatisch für uns aber zumindest ein ganz wichtiges Learning hier... ...für diesen Gewerbehof.
00:15:04: also es ist ein städtischer Gewerberuf im Prinzip auf dem wir uns befinden zu sehen.
00:15:10: ja okay die halten sich da irgendwie dran und gehen auch weiter sind immer die große Angst dass dann nicht mehr weggegangen wird und ich musste alles wieder weg.
00:15:19: Es ging auch darum, wo wir diesen Bahnwagon hin.
00:15:26: Da hatte Doris Dörrje von immer geträumt es für ihre Unterrichter an der Hochschule für Fernsehen und Film.
00:15:32: Und die hatte immer davon geträummtes ihre Studenten ein Lesecafé haben.
00:15:36: Das war natürlich auch schwer umsetzbar mit hausend Regularien und städtische Hochschulen.
00:15:41: Also nie die Hochschulstürch vom Freistaat.
00:15:45: Nicht so ganz einfach.
00:15:45: und dann hat sie gesagt, ihr könntet doch eigentlich euren Bahnwagon bei uns hinstellen.
00:15:49: Den irgendwie bespielen.
00:15:50: und dann treffen sich da auch zwei Welten inhaltlich stark also eben Drehbuchautorinnen und die Film Szene trifft sozusagen auf eure Inhalte und auf eure Community.
00:16:00: Genau!
00:16:01: Da haben wir tatsächlich im Sommer über die Minatil bespielt und damals hieß es noch Barnwärtertil ... haben wir dann zwischenzeitlich die Information bekommen, dass wir im Winter... ... das ist die Baustelle vom Heuchsteater sich eben nochmal verschiebt und es wir im winter noch mal drauf können.
00:16:16: Dann sind wir wieder zurück, da haben wir alles aufgebaut!
00:16:19: Und ja genau, das waren so die ersten zwei Jahre von Warnwert.
00:16:23: Du hast jetzt gerade auch die Minna angesprochen?
00:16:26: Wer jetzt die Novelle kennt, der wird mit dem Namen was anfangen.
00:16:30: Das ist eine Novelle von Gerhard Hauptmann natürlich.
00:16:33: Wie viel...?
00:16:35: Würdest du sagen, ist von der Idee die ihr mit dem Bahnwärter habt?
00:16:39: Ich meine in der Novelle geht es ja um Industrialisierung Veränderung auch.
00:16:44: Ich glaube viele Leute hatten damals oder beschreibt eine Zeit wo viele gerade aus ihrem Arbeiter schichten Auch Angst vor dieser industrialisierung vor der veränderung hatten Angst vor Arbeitslosigkeit und einfach Ja nur unterer Schicht hatte angst quasi abgeschafft zu werden.
00:17:01: sage ich mal so Hat diese Idee auch was mit dem Bahnwärter-Teal zu tun gehabt?
00:17:06: oder ist das eigentlich nur die Idee von den Bahnwertheräuschen bei dir gewesen?
00:17:13: Nee, tatsächlich.
00:17:14: Das ist eine ganz nette Geschichte.
00:17:16: Ich fand immer diese Novelle super spannend weil sie extrem vielschichtig ist und das lag mir irgendwie in der Schule war sehr... Also konnte es irgendwie gut behandeln.
00:17:30: Und als wir dann im Prinzip, also Doris Dörre war dann zum Auftakt der Minnatil hat dann Doris-Dürrje den Bahnwörter Thiel gelesen.
00:17:40: Im Schienenbus und zu diesem Anlass habe ich meinen alten Deutschlehrer eingeladen und er kam und er hat danach was echt sehr Spannendes gesagt.
00:17:50: Er hat es natürlich schon sehr oft behandelt und hat, als er das dann eben gelesen oder zugehört hatte, noch mal wieder ganz viele neue Sachen aufgefallen.
00:18:00: Und er glaubt, das Interessante an dieser Novelle ist, dass man eigentlich nichts Falsches sagen kann.
00:18:06: Dass es so viele unterschiedliche Aspekte gibt und es einfach schier endlose Themenwelten aufreißt.
00:18:14: Ich dachte tatsächlich, mein Impuls war immer, ich finde es zu spannend oder einer der Schwerpunkte von der Novelle.
00:18:22: mit Emotionen experimentiert wird.
00:18:24: Und letztendlich wollen wir als Spielstätte genau das, also wir wollen auch mit Verzweiflung, mit Wut, mit Liebe, mit Freude und mit Hass einfach mit diesen ganz unterschiedlichen Emotionen experimentieren und deswegen fand mir es eigentlich ganz spannend eben für uns.
00:18:43: Ganz ehrlich finde ich das eine schöne Erklärung.
00:18:45: Nein weil ich meine du hast ja auch heutzutage viele Veranstaltungshäuser oder Da ist ein Name drauf, der aber eigentlich nichts mit dem Inhalt zu tun hat.
00:18:54: Deswegen fand ich das tatsächlich selber auch irgendwie interessiert und hab's mir natürlich schon gedacht!
00:18:59: Aber am Ende ist man dann natürlich auch sehr froh wenn es dann tatsächlich so ist.
00:19:03: Der Bahnwetter Thiel hast du ja auch schon glaube ich gesagt, ne?
00:19:07: Das ist ein sehr offener Ort oder das hast du glaube ich vorhin als wir hier mal ein bisschen rüber spazieren sind gesagt.
00:19:12: Bildet Verbindungen Brücken zwischen verschiedenen, was soll man sagen nicht nur Künstlern, einfach zwischen Menschen, sagen wir es mal so...
00:19:20: Und
00:19:21: das ist ja einerseits wunderbar, weil diese Brücken sind unfassbar wichtig.
00:19:26: Aber selbst ich kenne es aus meiner Arbeit – es ist auch unfassbare Anstrengung, sage ich mal – diese Brücke beständig aufrecht zu erhalten, weil viele Meinungen geben viel Input aber die zu sortieren oder auch zu organisieren stelle ich mir einfach unfassbarschwierig vor.
00:19:43: Also wie läuft das hier bei euch?
00:19:45: Weil ihr habt ja wahrscheinlich dermaßen viel Input mit sehr vielen tollen Menschen, die sehr kreativ sind und viel mit reinbringen.
00:19:53: Aber man kann ja auch nicht zu einem sagen machen wir.
00:19:56: Ja also das ist denke ich die mitschwerste Aufgabe diesen Spagat zu schaffen.
00:20:02: Auf der einen Seite klar ist es sehr vielschichtiger kreativer Ort, der eben ganz viele unterschiedliche Impulse hat und eben ganz verschiedene Impulse einmöchte.
00:20:16: Wir brauchen Baugenehmigungen, wir haben Mietvertrag im Gewerbegebiet, eine hohe solide Miete ... Klar, wir sind in München.
00:20:24: Wir haben sonst natürlich sehr viele Regeln auch, sag ich mal betriebwirtschaftliche Regeln wie braune Buchführung, wie auch immer.
00:20:32: Also es geht bei allem.
00:20:33: also von A bis Z sind wir natürlich in einem hoch entwickelten Land, in dem wir leben Versuchen jetzt im Prinzip diese Freiheit und diese Kreativität, irgendwie da eine Schnittstelle zu sein zwischen der Realität.
00:20:49: Und eben dieser Kreativityt.
00:20:51: Das ist natürlich eine extrem große Herausforderung weil wir zum Außen.
00:20:55: es gibt einen Umfeld was vielleicht teilweise mittlerweile geht das ja aber gerade am Anfang muss man sagen generell Klubveranstaltungen.
00:21:04: Mittlerweile ist das sehr etabliert auch die gesellschaftliche Meinung hat Meinungen existiert, dass das Clubs irgendwie wichtig sind.
00:21:12: Man hat verstanden eben es die erhaltenen Zwerden.
00:21:15: Man kann damit viel mehr anfangen.
00:21:17: letztendlich ein Club auch in reiner Club wird als Kultur verstanden.
00:21:22: also Als ich angefangen habe war es noch ganz anders.
00:21:24: Das war eben leer und das war trägt.
00:21:26: Es war Stress irgendwie keiner wollte haben so ja Und das heißt also da hat sich natürlich schon viel getan aber muss natürlich trotzdem sagen dass es Ganz viele unterschiedliche Interessen gibt wie das Gelände sich entwickeln sollte, in welche Richtung der Bahnwerte gehen sollte.
00:21:43: Letztendlich genau, wie dieses Gelände funktioniert?
00:21:46: Wir haben einige kleine Start-ups die aber natürlich schon wirtschaftlich agieren.
00:21:53: dann haben wir also kleiner Handwerker und da gibt es irgendwie Künstlerinnen und Musiker in die halt im Prinzip noch mal ganz anders arbeiten und auch wieder eine ganz andere Idee zu dem Gelände haben.
00:22:04: Das heißt, es wird hier schon auch sehr viel diskutiert.
00:22:08: Genau, also untereinander und wir müssen natürlich immer am Ende ... zuverlässiger Partner, sag ich mal für unseren Vermieter sein.
00:22:17: Für die Stadt sein und für die Behörden sein wollen aber natürlich trotzdem dass das dann nicht am Ende diese ganze Kreativität einschränkt.
00:22:26: Aber da gibt es eben so gute Beispiele wie eigentlich.
00:22:29: ja eigentlich müssten wir bageltlos sein.
00:22:32: Es ist einfach von der Abwicklung her Und von allem und tatsächlich auch das was irgendwie so gefordert wird vom Finanzamt Ist es leichter Ja, also im Prinzip eigentlich wäre das ein wichtiger Schritt.
00:22:46: Aber auf der anderen Seite dann genau ist es natürlich ganz viele Leute die sagen, dass es eine Stück Freiheit und wie auch immer... Das sind so viele Details oder Leute, die das absolut unsympathisch finden wenn sie hier irgendwie herkommen in diese kreative Welt und sich einen Getränk bestellen und da wird es erstmal in irgendeinen iPad eingetippt und unheimlich.
00:23:06: Und das wird dann manchmal schon fast als Widerspruch empfunden.
00:23:11: Man kann auch hier eben natürlich auch in Nachbarn.
00:23:14: Also egal was, der muss einfach immer schauen dass das am Ende irgendwie das Projekt überleben kann.
00:23:22: und ja also das ist glaube ich mit die größte Herausforderung eben auf der einen Seite den Ort zu erhalten und die Ideen zu erhalten aber auf der anderen Seite eben auch überleben zu können und halt eben akzeptiert zu werden oder einfach eben auch als doch seriöser Partner wahrgenommen zu werden.
00:23:40: Da komme ich später auch noch mal zu.
00:23:42: Ich hatte jetzt noch ein Zitat von dir, das wollte ich eigentlich überspringen aber dann dachte ich jetzt nehme ich es doch wieder rein.
00:23:47: Du hast mal gesagt teilweise mussten wir schauen wie wir das Spritgeld für unsere Gabelstapler auftreiben und um weiterzuarbeiten.
00:23:53: Das wird wahrscheinlich gerade am Anfang der Geschichte bei euch gewesen sein.
00:23:57: Ich nehme an...ich meine das Projekt ist trotzdem gewachsen immer weiter, immer größer.
00:24:01: Jetzt mag man natürlich sagen okay ich nehme an dass Sprit Geld ist wahrscheinlich mittlerweile da Aber die Aufgabenfelder haben sich wahrscheinlich auch verändert.
00:24:08: Würdest du sagen, es war früher leichter oder heutzutage leichter?
00:24:12: Oder einfach anders?
00:24:14: Boah, das ist eine sehr gute Frage!
00:24:17: Also tatsächlich muss ich fast ein bisschen weiterausholen.
00:24:20: und zwar ist es so, dass auch schon das Pathos-Theaterwahl von der Abwicklung her sehr anspruchsvoll war.
00:24:25: Es war eben Theaterbetrieb und jede Veranstaltung wurde extra in diesen Theaterraum, der sehr stark mit diesem Raum experimentiert und gearbeitet hat.
00:24:33: Das war eigentlich eine leere Halle.
00:24:36: Und jede Veranstaltung wurde reingebaut und wieder rausgebaut, das heißt war ein enorm großer Produktionsaufwand der da stattgefunden hat und auch dann tatsächlich die zeitlichen Komponenten Theaterstück kurzer Umbau, dann Veranstaltungen teilweise veranstalten fließend nach Theaterstücks schon fließende in die Veransthaltung übergegangen, die danach eben stattgefundet.
00:24:54: Das heißt es war immer schon so dass ich mir eigentlich gedacht habe also gefühlt seit wirklich seitlich zwanzig bin.
00:25:00: Also Ansel West immer gedacht okay nächstes Jahr muss ich mal ein bisschen ruhiger machen Da will ich jetzt mal ein bisschen, also genau.
00:25:08: Ich muss einfach ein bisschen runter vom Gas und das heißt eben tatsächlich war es ja mit dem Bahnwärter auch wenn's irgendwie mein Traum war und obwohl es natürlich auch irgendwie für uns am Ende des Bestes war was passiert uns passieren konnte.
00:25:22: Also ich hab Paardos geliebt und ich werde halt nie weggegangen so.
00:25:25: aber es war eigentlich an einem Punkt wo ich gedacht habe okay wir können uns da, wir arbeiten uns echt auf mit Wander und die sind so viele Projekte.
00:25:34: Und dann kam eben noch mal eine Schuppe drauf mit diesem Herbst.
00:25:38: Das hat beim Aufbau auch schon geschneit.
00:25:41: Da gab es tatsächlich, das war finanziell wirklich eine absolute Zerreißprobe wie du schon gesagt hast.
00:25:47: Es war total auf Kante gelegt und wir konnten teilweise hatten am Anfang Probleme Wechselgeld noch.
00:25:53: Also brauchste auch wieder Geld um Wechselgelt zu organisieren.
00:25:56: Na ja genau da gibt's ganz viele Geschichten zu aber... Also das war natürlich ein Stress-Peak, sage ich mal.
00:26:03: Oder einen Herausforderungspeak der sieben Tage die Woche ging weil wir haben aufgebaut jeden Tag wahrscheinlich fünfzehn Stunden um Termin gerecht überhaupt erstmal diese die Bahnwärter eben zu öffnen zu können.
00:26:15: aber man war natürlich auf der anderen Seite auch sehr beflügelt also einfach von diesem Traum und zwar so dieses Gefühl jetzt zeigen wird der Welt was wir irgendwie was was wir alles vorhaben und was wir können und irgendwie und es hat waren eine sehr große.
00:26:30: die Motivation ist auf jeden Fall, denke ich mit der Grund warum es heute auch irgendwie den Bahnwetter noch gibt und warum er sich auch so schön entwickelt hat.
00:26:38: Einfach weil das natürlich sehr befügelt zu sagen und also dieser Kampf um eine Fläche war so lange und so schwer dass irgendwie dann eben als diese Fläche da war okay jetzt sind wir im Land der unbegrenzten Möglichkeiten jetzt wollen wir nie aufhören und der Gedanke gibt's immer noch.
00:26:55: also wir wollen wirklich bis zur letzten Minute auf diesem Gelände das Gelände weiter denken, weiter träumen noch toller machen irgendwie so.
00:27:04: Aber klar es ist sehr groß.
00:27:07: also wir haben ungefähr dreihundert wahrscheinlich Kreative, die eben um den Bahnwärter herum in kleinen Studio- und Ateliergemeinschaften irgendwie arbeiten.
00:27:21: Dann natürlich die Spielstätte, die auch viel offen hat.
00:27:23: also wir haben schon einen großen Veranstaltungsbetrieb, wir haben ja am Wochenende eben viele Open Airs.
00:27:29: auch das heißt wir haben sehr lange am Stück auch geöffnet mit mehreren Schichten und es ist gastronomisch eine Herausforderung.
00:27:37: Also letztendlich einfach so diese ganze Verwaltung von dem Gelände ist ein sehr großes Gelände mit dann noch den Bahngärten, also wir haben noch so Hochbeete im Prinzip.
00:27:46: Der Freundeskreise und Familien- und Nachbarn vergeben wird als man kann sich da bewerben.
00:27:51: das heißt einmal im Jahr wird es erneuert und das heißt eben auch eine ganz schöne Komponente wo nochmal ein anderer Schlag von Menschen irgendwie Teil von diesem Projekt werden können und sich einbringen können.
00:28:02: aber in Summe Die Verwaltung ist einfach durchgehend anspruchsvoll und es gibt durchgehende Themen.
00:28:08: Es ist natürlich schon auch vieles provisorisch, die Wasserversorgung, die Abwasserversorgungen, Stromversorgungs... Es ist auch nicht so, dass man sagt jetzt passt eigentlich gerade.
00:28:17: Sondern es ist eigentlich nur so okay das Hallendach ist undig wie krimiades geregelt die Heizung ist kaputt da gibt's ja eben auch NF-Energiesparverordnung.
00:28:26: also auch eine Zwischennutzung Wie wir sie haben is sehr schwer in die aktuellen Auflagen Die es einfach gibt mit Wärme habe ich gesagt mit wärmer Rückgewinnungen und so.
00:28:35: Also es gibt sehr viele Themen Und Anforderungen Einfach an so ein Betrieb oder einfach auch an so'n Baurecht.
00:28:43: Das heißt wir haben alles selbst gebaut.
00:28:44: Also wir sind nicht in was reingegangen, wo man sagt naja das reißen wir bald ab und dann macht ihr da jetzt noch mal irgendwas Lustiges und dann kommt der Bagger und macht es alles plack.
00:28:53: Sondern bei uns ist... Wir haben dieses ganze Gelände ja selbst bebaut.
00:28:55: Das heißt wir mussten eben mit Schallschutzkonzepten damit die Nachbarschaften möglichst davon nichts mitbekommen oder nicht gestört wird arbeiten.
00:29:02: Das heisst den ganzen Aufbau schon wie das Gelände aufgebaut hat.
00:29:05: Ist schon auf einer Grundlage von so einem Schall-Schutz Konzept.
00:29:10: Viele denken oder viele haben das Gefühl, wir haben hier irgendwie mal drauf losgenagelt.
00:29:14: Ja?
00:29:15: Just for fun!
00:29:16: Aber es ist so... Wir sind eben im Sonderbau und Sonderbau ist zum Beispiel Flughäfen, Kindergärten, Schulen, Krankenhäuser.
00:29:24: Also das heißt, das sind sehr starke Auflagen oder sehr individuelle Auflagen schon Und es ist auf jeden Fall nicht so dass das hier alles dem Zufall, sage ich mal genehmigungsrechtlich überlassen wird sondern Es ist schon, wir müssen diese Genehmigung permanent erneuern, es gibt's ja oft auch so Begehungen, die nach den Sicherheitsstandards überprüfen was auch sehr gut ist.
00:29:44: Aber es ist tatsächlich doch dann auf einem sehr hohen Standard alles genehmigt.
00:29:50: Sehr viele Punkte eben berücksichtigt, die vielleicht jetzt bei so einem Abbruchgelände eher einen Bestandsschutz hätten und eine Duldung hätten.
00:29:57: Das heißt also das ist eine Never-Ending-Story.
00:30:00: auch diese Verlängerung von den Verträgen bis zum Jahr war es, dass siebenundzwanzig ist ja aktuell die Deadline.
00:30:07: Das heisst er endet nicht nur der Vertrag, sondern endet auch die Baugenehmigung.
00:30:11: Das heißt wenn wir jetzt doch länger bleiben
00:30:13: da komme ich auch gleich noch zu.
00:30:15: Okay ja dann
00:30:15: kurz unterbreche mir.
00:30:18: Ich muss sagen mir fallen schon wieder zehn neue Fragen ein.
00:30:20: aber ich weiß ich muss ein bisschen auch jetzt langsam den Musikbezug irgendwie mit reinkriegen.
00:30:26: Ja es ist super spannend!
00:30:27: Ich finde das total toll was ihr hier geschaffen habt.
00:30:29: Aber machen wir die Brücke zur Musik und vielleicht komme ich irgendwann nochmal wieder?
00:30:33: Dann machen wir noch einen über die anderen Themen genau.
00:30:37: kommen wir zu dem Musikbereich, wie schwer tut man sich?
00:30:41: Weil wenn ich jetzt oft Leute über den Bahnwärter reden höre dann heißt es auch dieser Szeneladen.
00:30:48: Ich kann mir aber auch vorstellen dass man diesen Begriff Szeneland vielleicht gar nicht so mag weil das auch schon wieder finde ich sehr geprägt ist irgendwie und irgendwie sehr konnotiertes mit mit Begrifflichkeiten oder mit Eigenarten die man vielleicht gar nie sein möchte weil es auch schon wie er sehr festgelegt an ist.
00:31:03: genau das gleiche mit dann oft ja wie in Berlin oder keine Ahnung.
00:31:06: was Könnte ich mir eh nicht vorstellen.
00:31:09: Gibt es bei euch eine bestimmte Szene oder Philosophie, die ihr tatsächlich fördern wollt?
00:31:14: Unser Schwerpunkt ist eigentlich zu sagen, wir wollen ein Treffpunkt sein.
00:31:17: Wir wollen ein Ort sein an dem ganz unterschiedliche Menschen eine Basis finden gemeinsam offen aufeinander zuzugehen und sich auszutauschen und im Prinzip neue Welten- und Weltanschauungen kennenzulernen.
00:31:29: Das heißt eben Szene würde ich sagen.
00:31:31: es gibt nichts was wahrscheinlich weniger auf uns zutrifft als Szene einfach unter dem Gesichtspunkt das ja eine Szene schon in sich auch geschlossen ist und gleiche Merkmale hat.
00:31:43: sondern für uns ist eben eigentlich nur das Interesse am neuen, am anderen.
00:31:49: Das sage ich mal die Gemeinsamkeit, die wir voraussetzen und eben in der Offenheit ja?
00:31:54: Und das heißt... Ich würde sagen, weil hier so viele unterschiedliche Komponenten eben aufeinandertreffen, kann man es schwer als eine bestimmte Szene definieren.
00:32:07: Das ist auch einfach, wenn man hier rüber spaziert.
00:32:10: Ich glaube, man sieht aus allen Bereichen oder Schichten oder was auch immer Leute irgendwie.
00:32:14: das ist wirklich... Es fühlt sich sehr normal an irgendwas aber eigentlich in der aktuellen Gesellschaft gar nicht mehr auf der Falle.
00:32:22: Und es gibt einfach ein sehr schönes Gefühl und was einfach für mich sehr beeindruckend ist.
00:32:26: Wir haben jetzt, wir hatten ja gesagt, im Jahr zweitausendfünfzehn habt ihr eröffnet.
00:32:30: Fünfundzwanzig habt ihr zehn Jahre gefeiert!
00:32:32: Was einfach eine unfassbar lange Zeit auch ist finde ich für so ein Konstrukt, sage ich mal.
00:32:37: Ich hoffe es ist okay wenn ich den Begriff Konstrukt nehme aber... Muss man sich da nicht selber oft mal irgendwie zwicken und sagen krass wo man angefangen hat wie wir das hatten?
00:32:47: ne?
00:32:47: Wie kriegt man den Sprit zusammen zu einer kleinen Stadt die hier mittlerweile eigentlich steht?
00:32:54: Wie siehst du das was daraus geworden ist?
00:32:56: Ja also ich kann's auch gar nicht richtig begreifen muss ich sagen.
00:33:00: Also erstens muss ich ja sagen dass ich sehr lange Ja, also auch im Pathos sag ich mal nebenberuflich gemacht habe.
00:33:11: Ich hatte das im Prinzip alles selbstständig gemacht, aber ich habe immer noch ein Zirkuszelt oder Schaustellerverleih gehabt.
00:33:19: Im Prinzip der einfach so harte Arbeit war, im Prinzip mal irgendwo hingefahren und hat einen Zelt aufgebaut, hat es wieder abgebaut.
00:33:25: So richtig anstrengend was halt im Prinzip natürlich auch schön ... Diese Zelte sind super spannend oder diese Jahrmarktbauten.
00:33:32: Aber was einfach extrem schwierige körperliche Arbeit war wir haben und wir hatten natürlich immer eher ältere nostalgische Sachen die eben abgestoßen wurden, schwerpunktmäßig weil sie eben nicht mehr effizient genug sind zu schwer, zu kompliziert zum aufbauen und anspruchsvoll.
00:33:45: Zu viel körperliche Arbeit.
00:33:47: Und also dass ich das tatsächlich dann sage okay war ein Wetter ist jetzt mein Hauptberuf und ich mache nichts anderes mehr.
00:33:55: Das kam relativ spät erst einfach auch aus der finanziellen Note raus.
00:34:00: Ich habe das mir ganz lange nicht träumen können.
00:34:04: Und natürlich auf der anderen Seite, ich bin ja noch relativ jung.
00:34:08: Also diese Tatsache... Ich habe erst kürzlich darüber geredet seit achtzehn Jahren im Prinzip so eine Betriebsform irgendwie leite ist absolut unvorstellbar.
00:34:21: und eben dann zehn Jahre Bahnwärter war natürlich auch... Auf der einen Seite total erschreckend, weil man sagt, oh Gott, ich bin echt schon so alt.
00:34:30: Es fühlt sich alles noch so nah an irgendwie und das war alles so intensiv und kann mich an alles noch genau erinnern.
00:34:38: Und gerade eben auch für so ein Club.
00:34:39: also es gibt die Clubsterben, es ist eine starke Bewegung in allem drin.
00:34:45: Wahnsinn dass wir so lange überleben konnten mit diesen schweren Rahmenbedingungen, die wir haben, hohe Miete plus einfach das ganze Gelände selbst.
00:34:54: Bauen die Instandhaltung, die ganze Zeit selbst übernehmen was ja normal im Prinzip einfach der Eigentümer macht wenn es ein Gebäude ist.
00:35:01: Ja also wie gesagt ich kann's nicht richtig greifen ehrlich gesagt.
00:35:06: Es wird wahrscheinlich auch erst ein paar Jahren oder weiß das ich?
00:35:08: Wenn man dann auf einer alten Schaukelbank sitzt und in Achtzig ist, dann irgendwann auch mal Revue passieren lässt.
00:35:14: Du hast gerade Clublandschaft angesprochen, Clubkultur.
00:35:19: Clubkultur entwickelt sich immer weiter.
00:35:20: Das war so, dass wird auch immer so sein.
00:35:23: Wie schwer ist es für euch gerade aktuell?
00:35:25: Ich hatte persönlich das Gefühl, dass trotzdem wesentlich schneller geht als früher.
00:35:31: Die Ansprüche der Leute, die feiern gehen wollen oder auch der Künstler sich in den letzten Jahren rasant entwickelt haben und ich finde zum Beispiel, dass solche Städten wie jetzt z.B.
00:35:43: auch das Bahnwärter Eigentlich sehr konträrstehend zu den aktuellen Entwicklungen, wo das Gefühl als größere LED-Wende mehr Feuershow, obwohl es auch ab und zu Feuer gibt.
00:35:53: Aber ich bin ganz anderen Rahmen irgendwie... Wie siehst du diese Entwicklung?
00:35:57: Und wie schwer ist es dann für zum Beispiel den Bahnwerter dagegen anzukommen?
00:36:04: Weil es ja eigentlich recht konträren ist zur der Entwicklung die man sonst in der Clublandschaft gerade verfolgt.
00:36:10: Ja, also auf jeden Fall.
00:36:12: Ich glaube das wir ehrlich gesagt schon auf der einen Seite ein bisschen Glück haben weil ich schon denke was sich ja ganz stark abzeichnet ist die Menschen gehen nicht mehr von Mittwoch bis Samstag in den Club irgendwie.
00:36:24: Es gab viele Jahre wo es gibt, es gab viele Clubs wo der Mittwoche oder Donnerstag der stärkste Tag war.
00:36:30: das waren so Klassiker da ist man immer an dem und dem Tag war man da immer da und es gab ja wirklich auch viele Stammgäste die jeden Tag in einem Club anzutreffen waren.
00:36:38: über viele Jahre und sowas in der Form in der Intensität gibt's auf jeden Fall nicht mehr.
00:36:44: uns geht glaube ich viel viel stärker hin zu besonderen Erlebnissen.
00:36:48: also ein sehr gutes Beispiel wurde mir dann mal genannt dieses keine Musik-Event auf dem Tempelhof verfällt, wo dann ja in zehn Minuten ausverkauft hunderttausend Tickets für auch einen stabilen Preis irgendwie.
00:37:01: Also das heißt eben das Geld und das Interesse ist schon da aber halt in dieser Beständigkeit nicht mehr.
00:37:07: In diesem jedes Wochenende oder immer der gleiche, übrigens man möchte abwechseln, man möchte was erleben.
00:37:12: Und ich glaube jetzt grundsätzlich für ein Erlebnis ist der Bahnwärter natürlich extrem gut geeignet.
00:37:18: Genau also wir haben erstens ganz Also ein ganz unterschiedliches Kulturprogramm.
00:37:22: Das heißt, der Club ist ja nur... oder die Clubformate sind ja nur Formate von vielen anderen und natürlich das Drumherum eben dieser Atelierpark mit nochmal anderen Gastronomien und eben diese ganzen Ateliers- und Werkstätten.
00:37:35: da passiert sehr viel.
00:37:36: und deswegen glaube ich dass wir zum Glück so ein bisschen des Glückes haben auf der einen Seite, dass die Leute sagen halt wenn du mal in München bist dann musst du das erleben.
00:37:45: Du musst hier hinkommen es ist wie ein Festival!
00:37:47: Du kannst dir ganz viel entdecken Und es ist eine absolute Einmaligkeit so.
00:37:53: Auf der einen Seite, auf der anderen Seite was schon auch natürlich ein Thema ist, dass das einfach musikalisch sehr unterschiedlich ist in sehr unterschiedliche Richtungen geht und dass sich natürlich eben auch dieses ganze Social Media Leben da ganz stark verändert hat.
00:38:07: Also früher hat man halt im Prinzip auf eine Homepage geschaut oder musste sich da extrem informieren.
00:38:12: Zeitschrift teilweise!
00:38:13: Zeit schriftlier, wie auch immer.
00:38:15: und heutzutage ist es eigentlich so dass ein bisschen die Erwartungshaltung ist.
00:38:18: Ich krieg wenn was cooles ist, kriege ich das irgendwie in Social Media mit.
00:38:22: Und das ist aber natürlich, der Algorithmus ist sehr ... ja nicht verstanden sage ich mal.
00:38:29: Das heißt man kann, genau man kann.
00:38:31: also das ist eben sehr schwer zu messen und es gibt dann Sachen die diesen überraschender Weise eben sehr gut und andere werden noch nicht so stark wahrgenommen und gesehen.
00:38:39: Dessen auf der einen Seite und ob es auch schwierig ist es tatsächlich dass natürlich diese Kosten ja die allen Clubs in vielen Kulturorten so zu schaffen machen.
00:38:47: Also gestiegene Löhne, gestiegende Energiekosten, teurere Ein Kauf bei den ganzen Getränken etc.
00:38:56: in der Schwierigkeit daraus stehen, dass natürlich die Leute am Ende sich das noch leisten können müssen.
00:38:59: Und da versuchen wir sehr niederschwellig zu sein.
00:39:03: Das heißt, wir haben auch viele Formate, die eben keinen Eintritt kosten.
00:39:05: Wir versuchen auch einen Getränkepreis nicht so toll zu sein auf der einen Seite.
00:39:08: Auf der anderen Seite ist aber auch immer ein bisschen die Erwartungshaltung wenn die Leute hierher kommen weil es alles so improvisiert aussieht.
00:39:13: Es muss jetzt irgendwie um sehr günstig sein oder es wird von dem Ort irgendwie erwartet und das ist schon auch was wo ich sage, da haben wir sehr mitzukämpfen eine sehr starke Veränderung im Prinzip einfach bei den Menschen.
00:39:28: Aber ich bin grundsätzlich zuversichtlich, dass obwohl diese Zeiten so schwer sind und man ja schon sieht, also gefühlt jede Woche macht irgendwie ein Club oder eine Bühne über regional bekanntes Wirtshaus ist wirklich einfach ein starkes Kultursterben.
00:39:45: Und ich habe aber trotzdem die Hoffnung, dass wir das irgendwie schaffen können.
00:39:49: Natürlich müssen uns auch anpassen oder da halt irgendwie schon auch eine Entwicklung waren aber dass wir trotzdem am Ende so diesen Bahnwärtertiel erhalten können.
00:39:56: Erhalten
00:39:57: ist ein gutes Stichwort und das hatten wir eben schon, da habe ich dich dann frecherweise unterbrochen.
00:40:02: Schauen wir mal ins nächste Jahrländlich.
00:40:04: In den vergangenen Jahren hast du ja gesagt der Pachtvertrag läuft aus und ab im Jahrhundert soll hier gebaut werden.
00:40:11: Das heißt nicht weiter der Bahnwältertil ausgebaut sondern es sollen glaube ich Wohnungen hinkommen und Prinzip ein neues Stadtzentrum glaube ich auch irgendwie entstehen.
00:40:20: Gibt es dafür schon, wie ich konkrete Pläne und wie realistisch ist das?
00:40:24: Weil ich hatte auch wiederum gelesen dass es vielleicht sein kann, dass man es bis zu zwei Tausend vierzig integrieren kann in dieses Projekt.
00:40:29: Wie schaut das aus?
00:40:30: Ich meine es ist wahrscheinlich auch sehr weit gegriffen was ich hier frage aber wir sehen die konkreten Plänen für euch jetzt in den nächsten Jahren aus.
00:40:37: also Jetzt geht's erstmal darum diesen Mietvertrag eben zu verlängern der im nächstes Jahr ja endet.
00:40:43: Das ist echt sehr nah.
00:40:44: jetzt auf einmal und wenn man noch bedenkt, wie umfangreich der Rückbau ist und auch wie teuer der Rückbaus ist.
00:40:50: Kommt es mehr runter?
00:40:51: Wie sagt läuft man mir manchmal so richtig kalt die Schulter runter weil das eben also immer so siebenundzwanzig als es wäre ursprünglich gewesen bis zwanzig gegangen.
00:40:59: Als dann diese sieben und zwanziger Verlängerung kam was so?
00:41:02: ah ja sieben-und-zwanzige sehr weit weg.
00:41:05: jetzt ist es sehr nah genau.
00:41:07: aber grundsätzlich du hast es schon gesagt soll des Gelände erst bei tausend vierzig bebaut werden.
00:41:11: das ist ein relativ neuer Stadtratbeschluss.
00:41:14: einfach weil das ganze Gelände, das ist ja deutlich größer noch als unsere Fläche.
00:41:19: Gemeinschaftlich entwickelt werden soll und es geht erst ab zwei Tausend vierzig weil eben andere Betriebe bis dahin einen festen Mietvertrag haben und das auch absolut sinnvoll ist so zu machen.
00:41:29: wir haben natürlich die große Eröffnung eben weil wir ein eben zuverlässiger Partner sind schon sehr hohen Mietertrag auch erwirtschaften würde ich sagen dass wir bleiben können Und es spricht an sich mal nichts dagegen eigentlich.
00:41:42: Inhaltlich sind wir auch eine Bereicherung, also wir schaffen viele Arbeitsplätze und haben sehr viele Mitarbeiterinnen.
00:41:50: Deswegen ist jetzt mein Job erstmal da diese Verlängerung herbeizubringen.
00:41:54: und dann weil du gesagt hast ab im Jahr zwei Tausend vierzig wie es weitergeht, das natürlich wünschenswert wäre... Wenn man nach dem dieses Quartier, also eine Stadt hat selten noch die Möglichkeit im Prinzip weiß ja eine städtische Fläche ist wirklich auf einer Stadtentwicklung so aktiv Einfluss zu nehmen.
00:42:11: Normalerweise sind es private Entwicklungen und sie können das schon auch ein bisschen selbst entscheiden klar nach Bebauungsplan aber hier ist es eben anders.
00:42:19: Das heißt, mein absoluter Traum wäre und da gab es auch schon so Entwicklungswerkstätten wo eben zu die Bürger mit zur Bürgerbeteiligung einbezogen worden sind.
00:42:29: Natürlich dass man sagt okay hier ist eine sehr spannende Inhalte.
00:42:31: also wir haben hier kleinteiliges Gewerbe... Kleinteilige Werkstätten, kleinteiligen Proberäume.
00:42:37: Wir haben irgendwie eben so einen urbanen Garten wir haben Veranstaltungsbetrieb an der Stelle wo eigentlich niemanden stört weil es eben an den Gleisen ist was so gelegen ist dass da im Prinzip wirklich auch viele Leute hier herkommen können ohne das sie in Nachbarschaft stören und sich hier aufhalten können.
00:42:53: Und ich fände es sehr sehr spannend oder wichtig dass im Prinzip diese Impulse ja also diese diese Entwicklung dieses Geländer einfach jetzt die letzten Jahrzehnte kann man fast schon sagen, genommen hat dass das natürlich aufgegriffen wird und wir werden da auch alles dran setzen oder uns sehr bedrohen bemühen.
00:43:12: Natürlich unsere Erfahrungen mit diesem Ort im Prinzip in diese Planung einfließen zu lassen.
00:43:17: Auch wenn die Frage ist ob wir es dann fertig gebaut ist noch bespielen werden?
00:43:22: Oder ob das Generation nach uns machen?
00:43:24: Aber also unser Anspruch eben im Prinzip an so eine kulturelle Vielfalt in der Stadt wäre natürlich zumindest das man baue diese Bedürfnisse, die die Stadt hat im Prinzip auch in so einem neuen Gebiet abdeckt.
00:43:41: Ich drück euch da alle Däumchen, aber sogar mehr wenn es könnte.
00:43:44: ich habe nur zwei.
00:43:45: Aber du hast es tatsächlich so gut wie geschafft.
00:43:48: Ich weiß gar nicht wie lange wir jetzt hier schon am Schnacken sind.
00:43:51: Hat glaube ich ein bisschen länger gedauert als gedacht.
00:43:54: Super dankbar dafür, dass du die Zeit genommen hast.
00:43:56: Ich würde noch mal kurz den Bogen sprangen.
00:43:58: zu der Novelle, Bahnwetter Thiel Es ist ewig her das ich da auch in den Fingern hatte.
00:44:03: tatsächlich muss auch in der Schule gewesen sein glaube ich.
00:44:06: Wenn ich es richtig in Erinnerung habe war's ja auch... Die Minna war die erste Frau.
00:44:11: ich komme auch gerade nicht mehr auf den Namen der neuen Frau aber dass er diese erste Zeit mit der Minna nie wirklich überwunden hat quasi Das war die schöne Zeit, das war die gute Zeit.
00:44:21: Das andere war alles.
00:44:22: Zweck Sag ich mal, was glaubst du wieder bei dir ist?
00:44:26: Wenn irgendwann das Projekt Bahnwärterteal abgeschlossen hat.
00:44:31: Wirst du dann zuversichtlich in ein neues Projekt gehen?
00:44:34: oder wird es ähnlich sein wie beim Bahnwärterteal dass man denkt Das war der einzig wahre?
00:44:39: Oder wie siehst Du sag ich mal dein Leben in den ja sagen wir mal in zwanzig Jahren?
00:44:45: Das ist eine sehr gute Frage, weil ich auf der einen Seite bin super begeisterungsfähig.
00:44:53: Ich muss total aufpassen dass mich nicht die ganze Zeit in anderen Ideen und Projekten verliere sage ich mal so.
00:45:00: also wir haben.
00:45:01: ja eben es gab ja auch zum Beispiel Boardingstationen.
00:45:03: die wird dann beim Flughafen abgebaut worden Also abgebaut.
00:45:06: da kam dann Corona und so.
00:45:07: aber das heißt also ich bin für sämtliche Projekte ständig zu begeistern Aber weiß natürlich schon wie einmalig der Bahnwärter ist und wie wichtig das ist, dieses Projekt zu erhalten.
00:45:19: Das heißt wenn es fertig ist oder wenn wirklich der Bahnwerter mal fertig ist, ist ja eben die Frage inwieweit er dann auch eben ins neue Quartier integriert wird und wie viel wir dann im Prinzip einfach zu dieser Entwicklung beitragen können.
00:45:32: Das ist ja dann doch ein sehr, sehr langer Zeithorizont.
00:45:35: Also ich glaube schon, dass sich immer... Es ist jetzt auch schon so, also wenn ich das jetzt aus Pathos... Ich träume immer noch sehr von Pathos!
00:45:42: Das war eine total tolle Zeit, es war ne sehr inspirierendere Zeit.
00:45:45: Das war dieses Aufbruchsstimmungsgefühl eben jetzt im Leben angekommen zu sein und Teil im Prinzip auch vom Kulturleben zu sein.
00:45:54: Das War sehr toll und da denke ich immer noch schwermütig dran teilweise weil's eben nicht ganz so viel Verantwortung hatte wie jetzt.
00:46:04: Jetzt ist einfach die Verantung sehr viel größer und ich würde viel... lieber vielmehr noch in dem Projekt leben.
00:46:10: Also ich würde am liebsten jede Veranstaltung besuchen, ich würde auf dem Gelände wohnen ehrlich gesagt so und viel mehr das Projekt selbst auskosten.
00:46:19: und es ist so dass sich aber natürlich in dieser Verwaltungsstruktur also ich kämpfe jeden Tag gegen Berge von E-Mails oder irgendwelche Deadlines und es gibt so viele Schnittstellen, so viele Themen die besprochen werden müssen und im Prinzip auch so viele ja quasi Ansprechpartner im Team die eine Rückfrage haben oft, also mir denkt so mein Ziel ist eben das Projekt mehr erleben zu können.
00:46:42: Deswegen denke ich auf jeden Fall oder wäre das Ziel auf jeden fall eben dass das Projekt nochmal aktiver erleben kann und nicht immer dieses Verwaltungsorgan zu sein auf Fluch und Segen genau und auf der anderen Seite klar ich werde da irgendwann drauf zurück beblicken, wie der Bahnwärter auf seine Minna und natürlich voller Sehnsucht immer an diese Zeit denken.
00:47:09: An die ganzen Erlebnisse.
00:47:11: aber wie gesagt bin schon auch sehr begeisterungsfähig und glaub muss mich trotz allem dann immer wieder bremsen nicht einfach mal zu sagen so jetzt ist irgendwie fertig oder bzw eben wird einfach mal mit dem Status quo gearbeitet und nicht immer noch weiter geträumt.
00:47:32: Wo das eigentlich der Antrieb von allem ist, was auch hier ist – da sind die Träume, da sind sie Sehnsüchte!
00:47:40: Und ich fand es ein sehr passendes Schlusswort, weil wir könnten noch Stunden reden, machen jetzt mal einen Punkt dran... Daniel, ich danke dir unfassbar für den wunderbaren Einblick auch für den tiefen Einblick in alles was du hier geschaffen hast.
00:47:53: Und ja, bin dankbar für die Folge und für das neue Wissen was man hier drüber hat.
00:47:59: Das war die neue Basketflister-Folge mit Daniel vom Bahnwärter Tiel.
00:48:03: Vielen vielen Dank.
00:48:04: Ja Danke, dass ihr vorbeigekommen seid.
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